Brennwerttechnik ist bei Heizungen beliebt

| 23. Oktober 2015 | Keine Kommentare

Moderne Brennwerttechnik trägt immer mehr zur Erreichung der Klimaziele im Wärmemarkt bei. Das zeigen die aktuellen Marktzahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Vor allem im Gebäudebestand investieren Hausbesitzer verstärkt in neue Brennwertheizungen. Während sich die Investitionen in Gasbrennwerttechnik mit einem Absatzplus von vier Prozent von Januar bis August 2015 auf hohem Niveau stabilisiert haben, verzeichneten vor allem Ölheizungen eine deutliche Steigerung von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Moderne Brennwertheizungen machen das Heizen umweltschonender und effizienter, weil sie auch die im Abgas gebundene Wärme nutzen. Dies ermöglicht gegenüber älteren Heizkesseln deutliche Brennstoffeinsparungen. Für viele Verbraucher ist dabei sicher auch das gute Kosten-Nutzen-Verhältnis der Kessel ausschlaggebend. „Der deutsche Anlagenbestand ist veraltet. 70 Prozent der Heizungen entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Hier liegen enorme Energieeinspar- und CO2-Minderungspotenziale, die es zu heben gilt“, so BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke.

Ölheizung wird oft mit Solaranlage kombiniert

„Ein neuer Brennwertkessel lässt sich auch sehr gut mit erneuerbaren Energien wie Sonne oder Holz kombinieren“, ergänzt Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO). So setzen vor allem Besitzer einer Ölheizung bei der Modernisierung oft auf eine Ergänzung mit Solarthermie: 28 Prozent der erneuerten Ölheizungen wurden 2014 zusätzlich mit einer solchen Anlage ausgestattet. Das ist das Ergebnis einer IWO-Befragung unter mehr als 1.000 Betrieben des Heizungsbauhandwerks. „Diese überdurchschnittlich hohe Zahl zeigt, dass viele Immobilieneigentümer Ölheizungen als Teil eines nachhaltigen Energiemixes zur Wärmeversorgung nutzen möchten“, meint Willig.

Für die Heizungsmodernisierung ist ein Gespräch mit einem zertifizierten Energieberater zu empfehlen. Er kennt die Verbesserungspotenziale und berät unabhägig. (Foto: BDH)

Für die Heizungsmodernisierung ist ein Gespräch mit einem zertifizierten Energieberater zu empfehlen. Er kennt die Verbesserungspotenziale und berät unabhägig. (Foto: BDH)

Beratung durch Fachhandwerker besonders wichtig

Wer für sein Haus eine Heizungsmodernisierung plant, sollte dabei in jedem Fall eine individuelle Beratung durch einen SHK-Fachbetrieb durchführen lassen. „Die Heiztechnik muss auf den individuellen Bedarf angepasst werden.“, betont Willig. Allerdings zeige sich, dass es oft am günstigsten sei, dem bisherigen Energieträger treu zu bleiben: „Für die Besitzer einer Ölheizung ist die Modernisierung mit Brennwerttechnik die preiswerteste Lösung. Wer etwas mehr Geld investieren möchte, sollte zusätzlich erneuerbare Energien wie Sonne oder Holz einbinden.“

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Kategorie: Fördermittel, Gasheizung, Modernisierung, Ölheizung, Ratgeber, Trends

Über den Autor ()

Markus Burgdorf ist Journalist und PR-Berater mit Spezialisierung auf die Nutzung von Social Media. Er hat langjährige Erfahrung aus der Beratung eines der führenden Hausbauunternehmen in Deutschland.

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